Wenn ich mich für einen Hund entschieden habe, wie kommt er jetzt zu mir?

Sie haben sich also für einen Hund von dieser Seite entschieden und möchten nun wissen, wie es weitergeht.

Nachdem Sie mit dem Besitzer dieser Seite Kontakt aufgenommen haben, wird sich jemand mit Ihnen in Verbindung setzen, der bei Ihnen zu Hause eine Vorkontrolle vornimmt. D.h. es wird geguckt, ob Sie dem Hund das entsprechende und geeignete Zuhause bieten können. Dies muss nicht immer ein Haus mit Garten sein. Aber für jeden Hund muss geguckt werden, ob die Gegebenheiten und Kriterien des Menschen mit denen des Tieres zusammen passen.

Sobald diese Vorkontrolle positiv verlaufen ist, bekommen Sie den Tierschutzvertrag zugesandt und das Tier wird für die Ausreise mit entsprechenden Impfungen und Papieren vorbereitet. Die Tiere werden nur mit Schutzvertrag und gegen Zahlung einer Schutzgebühr, meist in Höhe von EUR 280 - EUR 350, vermittelt. Diese kommt den entsprechenden Besitzern zu oder wird für besondere TIerschutzvereine gespendet.

Sollte der Hund schon auf einer Pflegestelle in Deutschland sein, die auch noch in Ihrer Nähe ist, ist das natürlich für Hund und Mensch die einfachste Lösung. Auch die, bei der am wenigsten Stress aufkommt. Hin- und Rückfahrt sind meist kurz. Man kann sich einen günstigen Zeitpunkt auswählen. Sie erfahren, an welches Futter das Tier gewöhnt ist und was es sonst unter Umständen noch braucht.

Bei Tieren, die sich noch im Ausland befinden, sagt man Ihnen meist auch, was bisher gefüttert wurde und klärt Sie, soweit möglich, über spezielle Bedürfnisse des Hundes auf. Bei Hunden, die direkt aus einer Tötungsstation kommen, wird es natürlich nicht ganz so einfach sein. Allerdings sind die Hunde dieser Seite schon aus den Tötungen raus.

Wenn Sie nicht selbst ins Ausland reisen können, bleibt Ihnen meist nur der Transport auf der Straße. Das ist für die meisten Tiere nicht nur eine lange, sondern auch sehr stressige Reise. Sie liegen meist stundenlang in ihren Boxen. Vielleicht wird dem Hund übel oder er macht unter sich. Er kann also durchaus verschmutzt sein, wenn er ankommt.

Er wird erstmal müde, gestresst und verwirrt sein und gar nicht wissen, wie ihm geschieht. Daher ist eine vernünftige Sicherung bei Übergabe das absolut Wichtigste. Die Hunde können so gestresst sein, dass sie erstmal um sich schnappen, weil sie es nicht verstehen. Die normale Reaktion eines Menschen ist die, vor Schreck loszulassen und schon ist es passiert. Erfragen Sie vorher die Größe und Maße des Hundes, damit sie an dem Tag auch ein Halsband und ein Geschirr dabei haben, was auch passt.

Was Sie unbedingt dabei haben sollten: Handtuch, Hundedecke, gerne auch Papiertücher, einen Napf und frisches Wasser und ein paar Leckerlies. Eventuell ist er so gestresst oder ihm ist so übel, dass er gar nichts annehmen mag. Auch das ist zu akzeptieren. Die Sicherung im Auto ist natürlich auch ganz wichtig zu beachten, damit das Tier nicht vor lauter Panik hin- und herspringt.

Reagieren Sie bitte nicht gestresst oder sogar böse, wenn Ihrem “Wunschhund” auf der Rückfahrt ein Malheur passiert. Damit müssen Sie rechnen. Richten Sie das Auto darauf ein. Die meisten Leute wollen gleich mit dem Hund vor Ort “einmal um den Block gehen”. Aber meist ist der Hund so aufgeregt oder ängstlich, um überhaupt an derartige Erledigungen zu denken. Zuhause sollen Sie natürlich alles da haben, was Ihr neues Familienmitglied in den ersten Tagen braucht. Nach Ankunft sollte das Tier natürlich die Möglichkeit haben, sich zu lösen, das Bein zu heben, etwas zu fressen und bereits im Haus lebende Tiere möglichst stressfrei zu beschnuppern.

Auch der Schlafplatz für Ihren Hund sollte vorbereitet sein. Vielleicht auch gleich dort, wo er schlafen soll. Es kann sein, dass er diesen Platz auch nicht gleich annehmen wird. Falls dieser sich nicht in Ihrer Nähe befindet, kann es sein, dass es Theater gibt. Vielleicht helfen Sie ihm, indem Sie sich wenigstens für diese eine Nacht in seiner Nähe aufhalten.

Für die ersten Tage wäre es gut, falls man berufstätig ist, dass man sich ein paar Tage frei nimmt, damit der Hund in Ruhe alles erkunden kann, ohne gleich allein zu sein. Rechnen Sie damit, dass Sie ein oder zwei stressige Tage und vielleicht auch schlaflose Nächte auf Sie zukommen. Ihr Hund wird Sie in der Folgezeit dafür in jedem Fall entschädigen.

Es kann sein, dass Ihr neuer Freund, trotzdem Sie mit ihm rausgehen oder ihn in den Garten lassen, er sein Geschäft trotzdem nicht draußen verrichtet. Weil alles zu neu, aufregend oder zu beängstigend ist. Und dann fällt ihm in der Nacht ein, dass da doch noch etwas zu erledigen war. Nehmen Sie es gelassen! Es kann in den ersten Tagen auch zu Verdauungsproblemen oder Durchfall kommen. Das ist nicht gleich besorgniserregend. Sollten diese allerdings von schwerer Natur sein oder länger als drei Tage anhalten, gehen Sie bitte zum Tierarzt. Und bitte nicht vergessen: Viele Hunde müssen eventuell die Stubenreinheit erst wieder erlernen.

 

Du verdienst Liebe und Zuneigung genauso wie jeder andere und einen Platz auf der Couch, noch angewärmt von dem  Menschen, der Deine Welt ist!

10407221_263229993847707_4161426448771009078_n
43303774_271829340334443_7384115402592223232_n