Auslandshund - Kurze Erklärung!

Es heißt immer Hunde aus dem Tierheim oder aus dem Ausland aus sogenannten Tötungsstationen hätten Probleme, wären bissig und nicht mehr händelbar. Natürlich haben diese Hunde sehr viel Leid erfahren, sind größtenteils unterernährt und in schlechter körperlicher Verfassung. Einige Hunde haben Ängste, Traumata und körperliche wie seelische Verletzungen. Was auch sonst? Manche wurden gequält, geschlagen, litten Hunger und Durst, wurden von ihren Besitzern nach langer Zeit, weil sie nichts mehr mit ihnen anzufangen wussten, auf die Straße gesetzt oder in der Tötung abgegeben oder auf andere Art und Weise misshandelt. Das muss sich zunächst in einem ängstlichen, vorsichtigen oder ablehnenden Verhalten niederschlagen. Verwunderlich ist aber eher, dass viele dieser Tiere dennoch vertrauensvoll auf Menschen zugehen und sich über jede Zuwendung freuen. Beziehungsweise, dass die, die es nicht von Anfang an tun, meistens sehr schnell Vertrauen auf- und Ängste abbauen. Sie sind meist sehr anpassungsfähig und sozial, sowohl mit Hunden auch als mit Menschen, sie können in der Regel auch gut alleine bleiben, natürlich nach entsprechenden Übungseinheiten. Gelegentlich handelt es sich aber auch nur um Unsicherheit oder Angst bei oder vor unbekannten Dingen. Etwas, was wir bei vielen Hunden antreffen. Und manche von den Hunden kommen völlig angstfrei bei seinem neuen Menschen an. Nur wenige Hunde behielten dauerhaft Ängste oder Unsicherheiten. Auch die Hunde, die am Anfang etwas schwieriger sind, werden zu wundervollen Hunden, in denen Sie einen wundervollen Partner fürs Leben finden werden. Die Arbeit und Mühe wird sich lohnen. Man braucht einfach nur ein wenig Zeit, Verständnis Geduld und Hundeverstand, d.h. ihm Zeit und Ruhe lassen, anzukommen und sich auf die neue Lebenssituation einzustellen. Des Weiteren sind klare Regeln und Erziehung, ohne unnötige Härte, etwas, was dem Hund die nötige Sicherheit gibt, sich hier zurecht zu finden.

Man liest immer wieder im Internet, dass es vorkommt, dass der Hund nach noch nicht mal einer Woche sein neues Zuhause schon wieder verlassen muss. Da fragt man sich: Was denken diese Menschen nur? Machen Sie sich bitte vorher Gedanken darum, ob man mit dem Verhalten des Hundes, der eine Vorgeschichte im Ausland hat, vielleicht auch aus einer Tötungsstation, umgehen kann und bereit ist, ihm beizubringen, wie man hier glücklich wird. Er hat es nicht verdient, wieder verstoßen zu werden, weil er in einer Woche vielleicht nicht gleich “Sitz” und “Platz” macht oder verunsichert ist. Er hat ein Leben verdient, wo er ankommen und glücklich werden darf. Und nichts anderes!

Du verdienst Liebe und Zuneigung genauso wie jeder andere und einen Platz auf der Couch, noch angewärmt von dem  Menschen, der Deine Welt ist!

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